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BIBM-Kongress beweist:

Österreichisches Knowhow ist in der Baubranche international stark nachgefragt

 

Wien, am 1. Juni 2017. Die internationale Betonfertigteilindustrie (BIBM) traf sich heuer in Madrid/Spanien zu ihrem traditionellen Kongress, der alle drei Jahre stattfindet. Der Top-Event der Branche mit rund 700 Teilnehmern hat heuer klar gezeigt, wie stark Fachwissen aus Österreich in aller Welt nachgefragt wird, stellt Gernot Brandweiner, Geschäftsführer des Verbandes der Österreichischen Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) fest. Mit Claus Bering aus Dänemark wurde auch ein neuer BIBM-Präsident gewählt, der für bessere Rahmenbedingungen in Europas Industriesektor eintritt – eine Forderung, die der VÖB voll unterstützt.

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Österreicher Vorreiter bei Nachhaltigkeit
Ende Mai fand der 22. Kongress des internationalen Verbandes der Betonfertigteilwerke (BIBM) statt. Austragungsort der wichtigsten Veranstaltung der Branche war diesmal die spanische Hauptstadt Madrid. Unter dem Motto „Smarte und moderne Lösungen“ standen bei dem Kongress mit rund 700 Teilnehmern der wichtigsten Betonfertigteilproduzenten Europas die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft im Fokus. „Mit gleich zwei wichtigen Vorträgen zu genau diesen Themen haben Experten aus Österreich gezeigt, welches Knowhow wir in diesem Bereich haben und wie stark dieses auch international nachgefragt wird“, sagt Gernot Brandweiner, Geschäftsführer des Verbandes der Österreichischen Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) und Mitglied im BIBM. Sebastian Spaun von der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie sprach über die Möglichkeiten, wie man mit Wind, Sonne und Beton Energie sparen kann. Christian Kastner vom oberösterreichischen Bauunternehmen HABAU stellte in seinem Vortrag ein Praxisbeispiel vor, wie man im Betonfertigteilwerk der Zukunft die Kraft der Sonne perfekt nutzen kann. Denn im HABAU-Fertigteilwerk Perg wurden mit den ersten vollsolaren Industriehallen der Welt bereits weit mehr als 2.000.000 Kilowattstunden Wärmeertrag erzeugt, eine enorme Menge an fossilen Energieträgern eingespart und zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Mit dieser Wärmemenge könnte man laut Expertenschätzungen mehr als 400 Einfamilienhäuser ein ganzes Jahr beheizen und mit Warmwasser versorgen. Die gesamte Werkshalle des HABAU-Fertigteilwerks wird dabei als Energiespeicher genutzt, um damit die Solarenergie für Stunden ohne Sonne zu speichern und bei Bedarf abrufbar zu machen. Gleichzeitig werden damit in der Produktionshalle auch in der kalten Jahreszeit ideale Arbeitsbedingungen gewährleistet.
 
Branchenverband wählt neuen Präsidenten
Beim BIBM-Kongress wurden die Weichen für die kommenden Jahre neu gestellt: Mit
Claus Bering wurde ein neuer Präsident von der Generalversammlung des BIBM gewählt. Bering wird den 1954 gegründeten Verband, der die Interessen der Betonfertigteilindustriebetriebe aus 15 EU-Mitgliedsländern und damit die Agenden von Unternehmen mit 24 Milliarden Euro Jahresumsatz und 170.000 Beschäftigten vertritt, von 2017 bis 2020 leiten. Der neue BIBM-Präsident ist zugleich Dänemark-Chef des irischen Baustoffkonzerns CRH, der in Österreich durch die Marke Quester im Baustoffhandel vertreten ist. Als Hauptzielsetzung für seine Amtsperiode erklärte Bering den Kampf für eine ausgeglichene Wettbewerbssituation sowie für eine stabile und wirtschaftsfreundliche Gesetzgebung auf EU-Ebene. „Wie wichtig die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die gesamte europäische Betonfertigteilindustrie ist, zeigte sich auch beim BIBM-Kongress“, stellt Brandweiner fest. Denn EU-Vorschriften standen nicht nur bei vielen Fachvorträgen sondern auch beim Networking mit hochrangigen EU-Beamten am Rande des Kongresses auf der Agenda. Der BIBM gehört zu jenen 125 Verbänden aus den unterschiedlichsten produzierenden Sektoren Europas, die von der EU-Kommission gemeinsam eine neue Industriestrategie fordern, um Europa im globalen Standortwettbewerb langfristig abzusichern und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen durch wirtschaftsfreundliche Maßnahmen zu erleichtern. „Europa als Wirtschaftsstandort zu stärken und besser zu positionieren sollte unser gemeinsames Ziel sein“, betont der VÖB-Geschäftsführer. „Die Industrie ist ein Eckpfeiler der EU und die Grundlage für Wachstum und Prosperität. Deswegen ist eine neue EU-Industriestrategie dringend notwendig.“

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