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VÖB Konjunkturbarometer:

Fertigteilbranche freut sich über steigende Umsätze

 

Wien, am 28. August 2017. Der aktuelle Konjunkturbarometer des Verbandes Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) für das 2. Halbjahr 2017 untermauert die optimistischen Prognosen der Wirtschaftsforscher: Die Umsätze in der Betonfertigteilbranche steigen. Vor allem die Auftragslage im Hochbau ist sehr gut, denn die Bereiche Wohnbau, Gewerbe- und Industriebau boomen – 14 % der Unternehmen wollen deswegen die Mitarbeiterzahl erhöhen. Auf dem Wunschzettel der Branchenvertreter steht das Thema Arbeitszeitflexibilisierung ganz oben. Der neue Mindestlohn von 1.500 Euro wird sich auf die Fertigteilbranche indes wenig auswirken.

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Aufschwung setzt sich bis zum Jahresende fort
Der Wirtschaftsaufschwung in Österreich findet heuer nicht nur in den Studien der Wirtschaftsforscher, sondern auch in der Praxis statt: Der halbjährlich durchgeführte Konjunkturbarometer des Verbandes der Österreichischen Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) zeichnet das Bild einer dynamisch wachsenden Branche, deren Werke auf Hochtouren laufen und die auch für die unmittelbare Zukunft positiv gestimmt ist. Knapp zwei Drittel der Befragten berichten von steigenden Umsätzen im ersten Halbjahr 2017 und 89 % erwarten, dass das zweite Halbjahr 2017 höhere Umsätze als die Vergleichsperiode des Vorjahres bringen wird. „Besonders interessant ist, dass die Umsatzsteigerung dabei vom Großteil der Befragten im Bereich zwischen zwei und vier Prozent erwartet wird und damit sogar die aktuellen BIP-Prognosen der Wirtschaftsforscher übersteigt“, weist VÖB-Präsident DI Franz Josef Eder hin: „Zehn Jahre nach Ausbruch der Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen erstmals das Gefühl, dass es wieder aufwärts geht. Das ist ein wichtiges Signal und ein Appell an die nächste Bundesregierung, den Aufschwung nicht zu gefährden, sondern mit der Umsetzung von seit vielen Jahren geforderten wirtschaftspolitischen Maßnahmen tatkräftig zu unterstützen.“
 
Wohnbau bleibt Motor, Gewerbe- und Industriebau holen auf
Nicht nur für das eigene Unternehmen, auch für die gesamte Branche sind die Befragten voller Hoffnung: Rund zwei Drittel erwarten, dass die gesamte Betonfertigteilbranche bis Jahresende ihre Umsätze steigern kann. Vor allem Aufträge, die dem Wohnbau zuzuordnen sind, sorgen für volle Auslastung der Werke. Aber auch der Bereich Gewerbe- und Industriebau, der lange ein Sorgenkind der Branche war, holt mit Riesenschritten auf – ein Indiz dafür, dass der Wirtschaftsaufschwung in Österreich auch auf der wachsenden Investitionstätigkeit der Unternehmen fußt. In Zahlen ausgedrückt orten 71 % der Befragten Umsatzsteigerungen im Bereich Wohnbau und 46 % sehen höhere Umsätze im Bereich Gewerbe- und Industriebau.
 
14 % der Unternehmen erwarten steigende Mitarbeiteranzahl
Der Aufschwung der Branche geht am Arbeitsmarkt nicht unbemerkt vorbei: 14 % der Unternehmen rechnen bis Jahresende mit einer steigenden Anzahl an Mitarbeitern. Der Rest erwartet eine gleichbleibende Mitarbeiterzahl und kein einziges Unternehmen gibt an, mit einer sinkenden Anzahl von Beschäftigten zu rechnen. Die Einführung des Mindestlohnes von 1.500 Euro brutto im Monat ab 2020, auf die sich die Sozialpartner heuer geeinigt haben, wird laut den Ergebnissen des VÖB-Konjunkturbarometers dabei auch in Zukunft kaum Auswirkungen haben: 93 % der Befragten geben an, vom Thema Mindestlohn gar nicht betroffen zu sein. „Die Beton- und Fertigteilbranche ist für die faire Entlohnung der Mitarbeiter bekannt“, sagt VÖB-Präsident DI Franz Josef Eder. „Als fest in ihren Heimatgemeinden verankerte KMU – die meisten von ihnen zugleich auch Familienunternehmen – sind die VÖB-Mitglieder wichtige Stützen für die regionale Konjunktur: Die Fluktuation in den Betrieben ist niedrig, viele der Arbeiter und Angestellten sind seit 20 oder 30 Jahren im selben Unternehmen beschäftigt.“
 
Arbeitszeitflexibilisierung hätte positive Auswirkungen
Sehr wohl auf die Stimmung in den Unternehmen auswirken würde sich ein anderes Thema, das von den Sozialpartnern diskutiert wird: „Die Arbeitszeitflexibilisierung ist in aller Munde. Wie würden sich flexiblere Arbeitszeiten Ihrer Meinung nach auf Ihr Unternehmen auswirken?“, lautete eine der Zusatzfragen beim aktuellen Konjunkturbarometer. Die Antworten der Branchenvertreter fallen beinahe einstimmig aus: Acht von zehn Befragten erwarten von der Arbeitszeitflexibilisierung positive Auswirkungen. „Das belegt, wie wichtig dieses Thema für die österreichischen Industriebetriebe ist“, sagt VÖB-Präsident DI Franz Josef Eder: „Österreich ist kein Billiglohnland, sondern steht für hochwertige Produkte und ein technisches Knowhow, das auch international sehr angesehen ist. Flexiblere Arbeitszeiten würden den Produktionsbetrieben helfen, ihre hohen Standards unabhängig von Konjunkturschwankungen zu halten und so den Wirtschaftsstandort Österreich langfristig abzusichern.“

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