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Reflexionsindex:
Neueste Messungen bestätigen kühlende Wirkung von Beton in Ballungsräumen

Neueste Messungen bestätigen kühlende Wirkung von Beton in Ballungsräumen
Neueste Messungen eines Mitgliedsbetriebs des Verbandes Österreichischer Beton-und Fertigteilwerke (VÖB) zeigen, dass hellere Pflastersteine einen viel höheren solaren Reflexionsgrad aufweisen als dunklere

Foto: © Himmelhoch


Reflexionsindex

Der Grad der Absorption und Reflexion der Sonnenstrahlen auf unterschiedlichen Flächen ist ein wichtiger Faktor in der Minderung von Hitze im städtischen Raum. Neueste Messungen eines Mitgliedsbetriebs des Verbandes Österreichischer Beton-und Fertigteilwerke (VÖB) zeigen, dass hellere Pflastersteine einen viel höheren solaren Reflexionsgrad aufweisen als dunklere – damit absorbieren sie weniger Sonnenlicht und bleiben angenehm kühl. „Die Messungen des solaren Reflexionsindexes zeigen, dass eine richtige Auswahl der Betonplatten zu einer zum Teil deutlichen Reduktion des Wärmeinseleffektes in den Städten führen kann“, sagt VÖB Geschäftsführer Gernot Brandweiner. Aus diesem Grund hat die Stadt Wien auch diesen Sommer weitere öffentliche Flächen im Kampf gegen die Bildung von urbanen Hitzeinseln aufgehellt und entsiegelt.

Helle Plattenbeläge haben eine vier Mal stärkere Reflexion

Als einer der wesentlichen Faktoren des Stadtklimas gilt der Wärmeinseleffekt. Die Wärme- oder Hitzeinseln in den Städten werden tagsüber stark aufgewärmt und nachts nur langsam gekühlt. Das hat zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Wohn-und Lebensqualität in der Umgebung. Dass eine gezielte Baustoffauswahl sowie die Auswahl der Farbe einen positiven Effekt im Kampf gegen die Verbreitung von Hitzeinseln in den Ballungsräumen haben können, zeigen die neuesten Messungen des sogenannten solaren Reflexionsindexes (SRI), die im Auftrag des VÖB Mitgliedsbetriebs Weissenböck Baustoffwerk GmbH durchgeführt wurden. Der SRI-Wert ist die relative Temperatur einer Oberfläche in Bezug auf eine weiße Standardoberfläche (SRI = 100) und eine schwarze Standardoberfläche (SRI= 0) unter Standardbedingungen.

Bei der betreffenden Messung wurde der SRI-Wert bei einem bestimmten Typ der Gehwegplatten in vier Farbtönen Perlmutt, Hellgrau, Anthrazit und Camel (Beige) ermittelt. Bei einer Lufttemperatur von 21 Grad betrug der SRI-Wert bei den hellen Perlmutt- und Beige-Plattenbelägen jeweils 60,6 und beim dunklen Anthrazit-Plattenbelag 14,3. In anderen Worten: Der Reflexionsindex eines hellen Pflastersteins war im Vergleich zum dunklen Pflasterstein rund viermal höher.

„Der SRI-Wert berechnet nicht nur den Reflexionsgrad der Sonnenstrahlen, sondern auch den thermischen Emissionsgrad. Je höher der SRI-Wert eines Baumaterials ist, desto mehr Reflexion und weniger Absorption weist dieses Material auf. Die aktuelle Messungdes SRI-Werts zeigt also, dass sich aufgrund des hohen Reflexionsgrades der Sonnenstrahlen der Aufheizeffekt bei hellen Plattenbelägen nachweislich verringert. Die Oberflächen heller Plattenbeläge haben ein hohes Rückstrahlvermögen und absorbieren gleichzeitig weniger Sonnenstrahlen. So schaffen sie eine kühlere und damit angenehmere Umgebungstemperatur“, kommentiert der VÖB Geschäftsführer Gernot Brandweiner.

Diese Erkenntnisse wurden außerdem durch Vergleichsmessungen an anderen Materialien festgestellt. So hat frischer Schnee einen sehr hohen solaren Reflexionsindex von 80 bis 90, dagegen absorbiert der dunkle Asphalt bei einem Reflexionsindex-Wert von 15 mehr Sonnenlicht und wärmt sich entsprechend auf.

Vorstudie stellte deutliche Unterschiede bei Temperatur fest

Die neueste Messung des SRI-Wertes bei bestimmten Plattenbelägen ist eine weitere Aktivität des VÖB und seiner Mitgliedsbetriebe, um das nachhaltige Bauen mit dem Baustoff Beton zu forcieren. So hat eine Weissenböck-Vorstudie die Temperaturentwicklung bei demselben Plattentyp in gleichen Farbtönen gemessen. Damals wurden Temperaturunterschiede zwischen dem hellen Perlmutt und dem dunklen Anthrazit-Plattenbelag von ganzen 13,6 Grad Celsius bei einer Lufttemperatur von 29,4 Grad Celsius festgestellt. „Der Baustoff Beton ist nicht nur zur Gänze ein regionales Produkt, sondern kann auch einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung eines umweltfreundlichen Wohn-und Lebensklimas in den Städten beitragen. Die Vorteile des Baustoffs Beton in der Reduzierung von städtischen Hitzeinseln hat in den letzten Jahren auch die Stadt Wien erkannt. Ganze Straßenzüge werden vermehrt mit hellen Plattenbelägen aus Beton aufgehellt und zusätzlich auch entsiegelt, zuletzt u. a. die Pelzgasse in Rudolfsheim-Fünfhaus und der Johann-Nepomuk-Berger-Platz in Ottakring. Damit werden negative Folgen des Wärmeinseleffekts in Wien nachhaltig reduziert“, stellt VÖB Geschäftsführer Brandweiner fest.


Der solare ReflexionsindexDer solare Reflexionsindex (SRI) der einzelnen Gehwegplatten - Grafik: Himmelhoch

 

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