VÖB
          
 

Die Verbandspolitik

Zweck der Verbandspolitik

Die Verbandspolitik legt in grundsätzlicher und verbindlicher Form fest, welchen Beitrag der VÖB zur Verwirklichung des Leitbildes der Beton- und Fertigteilbranche leisten kann. Damit sind die Richtlinien für die Organisation und Durchführung der Verbandsarbeit eindeutig vorgegeben. Die Verbandspolitik fußt auf dem Branchenleitbild. Sie konkretisiert die darin enthaltenen Grundsatzgedanken und bestimmt den für die Umsetzung des Leitbildes erforderlichen Entscheidungs- und Handlungsrahmen der Führungsorgane, insbesondere des Vorstandes und der Geschäftsführung. Die Verbandspolitik selbst ist Grundlage der Organisationsstruktur des VÖB, der Umschreibung seines Leistungsprogramms sowie aller zentraler Fragen der Verbandstätigkeit.

Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke


Allgemeine Verbandspolitik

Abgrenzung des Mitgliederkreises

Der VÖB wurde nach dem österreichischen Vereinsrecht gegründet und ist eine freiwillige Interessensvertretung von Erzeugungsbetrieben für Betonbauteile, die ihren Sitz in Österreich haben und sich mit dem Selbstverständnis des VÖB identifizieren. Dementsprechend übt er seine Tätigkeit im gesamten Bundesgebiet aus.

Selbstverständnis des VÖB

Der VÖB versteht sich als innovativer, dynamischer und aufgeschlossener Wirtschaftsverband.
Er ist die kompetente, auf freiwilliger Mitgliedschaft beruhende Interessensvertretung der Beton- und Fertigteilwerke in Österreich.
Er übernimmt dabei solche Aufgaben, deren Erledigung durch den einzelnen Mitgliedsbetrieb aus eigener Initiative und mit eigenen Mitteln nicht zielführend ist und daher die Übertragung an den VÖB die wirksamere Lösung verspricht. Der VÖB ist eine Einrichtung, die in der Lage ist, Veränderungen im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Umfeld vorausschauend wahrzunehmen und deren Auswirkung auf die Branche zu analysieren, um die Mitgliedsbetriebe auf Chancen und Risiken rechtzeitig hinweisen zu können (VÖB als aktives Früherkennungssystem).
Neben dieser vorausschauenden Funktion muss er aber auch spontan auf gegebene Verhältnisse reagieren, um negative Auswirkungen für die Mitgliedsbetriebe zu minimieren oder positive Möglichkeiten darzustellen. (VÖB als reaktive Unterstützung).
Es gilt der Grundsatz, dass der Verband nur machen soll, was das einzelne Mitglied nicht selbst schneller, besser oder billiger erledigen kann.

Grundsätze der Betreuung der Mitglieder

Alle Verbandsmitglieder sind vom VÖB gleichberechtigt zu betreuen. Die Betreuung der Mitglieder erfolgt einerseits in den Produktgruppen und andererseits durch direkten Kontakt.

Maßnahmen, Aktivitäten und Leistungsbereiche des VÖB

Durch Einflussnahme auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen, durch Stellungnahmen, Einsprüche, Vorschläge, in den entsprechenden Gremien und Aufklärungsarbeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Die Einflussnahme auf die Rahmenbedingungen wird gemeinsam mit den gesetzlichen Interessensvertretungen (WKO) abgestimmt und wahrgenommen.
Die Mittel dazu sind u.a. Vortragsveranstaltungen, Aktionen auf wirtschaftlichem, sozialem und künstlerischem Gebiet, Pressekonferenzen, Presseaussendungen, Fachgespräche - kurz der Einsatz des gesamten Instrumentariums der Public Relations und des Lobbying.
Ziel all der Maßnahmen ist, das positive Ansehen der Branche, der Betriebe und der Produkte der Beton- und Fertigteilwerke zu fördern.

Durch Verbandsempfehlungen, Montage- und Einbauanleitungen, Herausgabe von allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen sowie anwendungstechnische Richtlinien für Betonbauteile wird eine Verbesserung der Marktstellung angestrebt. Diese Leistungen tragen dazu bei, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsbetriebe zu verbessern.

Durch Mitarbeit an allen maßgeblichen Normen (europäische EN Normen und nationale ÖNORMEN), durch die Möglichkeiten zur Verleihung von Gütezeichen, die enge Zusammenarbeit mit Prüfanstalten, und durch direkte Hilfestellung in produkttechnischen Belangen trägt der VÖB maßgeblich zum Qualitätsstandard von Betonbauteilen bei.

Durch Aus- und Weiterbildung, durch Seminare und Schulungen, auch in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie z.B. ÖWAV, Österreichisches Normungsinstitut, hilft der VÖB bei den Bestrebungen der Aus- und Weiterbildung seiner Mitgliedsbetriebe, deren Mitarbeitern und den Mitarbeitern der Mitgliedermärkte. Dazu werden alle Möglichkeiten der modernen Informationstechnologie genützt.

Durch Verbandskommunikation, durch Teilnahme an gemeinschaftlichen Kommunikationsmaßnahmen (z.B. Betonmarketing Österreich, Bau!Massiv!), laufender eigener Öffentlichkeitsarbeit und anderer verkaufsfördernder Maßnahmen unterstützt der VÖB die Marketingbestrebungen seiner Mitglieder ganz wesentlich.
Die Tätigkeit einzelner Arbeitskreise und die Ausarbeitung von Marketingkonzepten für einzelne Produktbereiche tragen dazu bei, die Firmen in ihren Bemühungen zu unterstützen, dass sich Betonbauteile als qualitativ hochwertige Markenprodukte vom anonymen Massenprodukt abheben und laufend den Bedürfnissen des Marktes angepasst werden.

Durch Unterstützung von grundlegenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Im Sinne des Selbstverständnisses des VÖB koordiniert und initiiert der Verband Forschungsprojekte zu Themen, die zumindest Teile der Branche Firmenübergreifend betreffen und die von einzelnen Firmen nicht sinnvoll umgesetzt oder vermarktet werden können. Gründe dafür können z.B. in für Einzelne zu hohem Risiko liegen.
Der Verband unterstützt grundlegende Forschungen und Entwicklungen an Österreichischen Forschungsinstituten staatlicher und privater Natur.

Durch Engagement auf nationaler, europäischer und globaler Ebene. Um im Sinne der Mitarbeit und Beeinflussung von gesetzlichen und normativen Rahmenbedingungen auch die Ebenen der Europäischen Union oder globale Entwicklungen (z.B. ISO Normung) betreuen zu können, kooperieren wir mit Verbänden mit gleicher oder ähnlicher Zielsetzung. Durch Mitgliedschaft in international tätigen Verbänden, wie z.B. dem Verband der Europäischen Betonfertigteilerzeuger BIBM, wird die Präsenz in den entscheidenden Gremien sichergestellt.

Beton aus der Region